Bürgerinitiative ST2305
Mit Sicherheit keine Rennstrecke

Willkommen auf unserer Webseite!

Etwas Fahrraddemo-Organisation:Etwas Fahrraddemo-Organisation:
🤓🚲☝️

👉Treffpunkt ist neben der Feuerwehr in Michelbach ab 18:30 Uhr
📢Wichtig: Haltet den Radweg frei!
👉Start der Demo um 19:Uhr Richtung Mömbris
👉Wir fahren diesmal komplett auf der St2305 bis zum Ölmühlengelände in Mömbris durch (yeah!)
👉Die St2305 bleibt für andere Verkehrsteilnehmer:innen gesperrt während wir fahren.
📢Wichtig: wir müssen die Gegenspur freihalten! Es dürfen maximal zwei Radler:innen nebeneinander fahren!
👉Fahrt am Ziel erst mal bis ganz nach hinten durch, damit wir die Straße schnell frei bekommen.
👉Im Anschluss seid ihr alle zu unserem Fahrradfest eingeladen, wo es vom Foodtruck von Simons Weingasthof was zu Futtern auf die Hand gibt. Getränke verkaufen wir von der BI St2305. Uta Desch spielt dann rund eine Stunde lang Live-Musik.

Wir freuen uns!❤️




Der geplante Neubau der Staatsstraße St2305 zwischen Niedersteinbach und Michelbach ist ein massiver Eingriff in den Kahlgrund.

Als Bündnis aus Anwohner:innen, Landwirt:innen und Naturfreund:innen haben wir die "Bürgerinitiative St2305 - Mit Sicherheit keine Rennstrecke" gegründet.

Um den bestmöglichen Kompromiss aus der Bewahrung unserer einzigartigen Kahlgründer Kulturlandschaft, der Begrenzung von Baukosten und der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Pendler:innen zu erzielen, fordern wir eine geänderte Planung, die sich am punktuellen Ausbau der Bestandsstraße orientiert.

1. Transparenz

Wir fordern, dass sich die Kahlgründer:innen ein eigenes Bild vom geplanten Neubau machen können. Die Planung muss so veröffentlicht werden, dass eine fundierte Meinungsbildung und echte Bürger:innenbeteiligung möglich ist.

2. Naturschutz

Das Gebiet des geplanten Neubaus ist ein ausgesprochen wertvoller Lebensraum für viele Tierarten, wie z. B. den geschützten Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Bevor mit dem Bau der Staatsstraße begonnen werden kann, muss die Ameisenbläulings-population umgesiedelt werden. Dass die Population die Umsiedlung übersteht, kann nicht gewährleistet werden.

3. Landwirtschaft

Die Ackerflächen werden von örtlichen Betrieben mit großem Verantwortungsbewusstsein bewirtschaftet und sind Ursprung zahlreicher regional vermarkteter Produkte. Durch die begradigte Linienführung und die dammartige Ausführung der neuen Staatsstraße ist der Verlust der sonnigen und damit ertragreichen Ackerflächen verbunden. Die Baumaßnahme bedroht die Existenz der Landwirte.

4. Falsche Verkehrsförderung

Der Ausbau der Straße, ohne dass Rad-, Bus- und Bahnverkehr im Vorfeld verbessert wurden, bringt eine falsche Lenkungswirkung mit sich und wird den PKW als bevorzugtes Verkehrsmittel fördern.

5. keine echte Leistungssteigerung

Der Neubau der St2305 endet am Ortseingang von Niedersteinbach. Die Ortsdurchfahrt Niedersteinbach ist nur für ein begrenztes Verkehrsaufkommen ausgelegt, da durch die historisch bedingte Bebauung erforderliche Straßenbreiten nicht möglich sind. Die Rückstaugefahr innerorts erhöht sich durch den verstärkten Verkehrszufluss massiv.

6. Verschlechterung der Verkehrssicherheit

Gerade die Gehwegsituation in Niedersteinbach ist für Schulkinder katastrophal und bei Gehwegbreiten unter einem Meter ein massives Sicherheitsrisiko. Mehr Durchgangsverkehr heißt weniger Sicherheit für Fußgänger:innen.

7. Ortsumgehumg Niedersteinbach als Nächstes?

Denkt man den Neubau der St2305 konsequent weiter, wäre eine Ortsumgehung parallel zur Bahntrasse zwischen Bahnhof Niedersteinbach und Feuerwehr Mömbris die logische Folge.

8. Mehr Verkehrslärm

Höhere Fahrgeschwindigkeiten - geplant sind 90 km/h - bringen höhere Lärmbelastungen für Natur und Anwohner:innen mit sich. Die neue Trasse wird näher am besiedelten Gebiet von Brücken und Niedersteinbach verlaufen.

9. Mehr (LKW-) Ausweichverkehr

Eine besser ausgebaute Staatsstraße begünstigt den (LKW-)Ausweichverkehr zwischen den Bundesautobahnen A3 und A45 via Schimborn-Mömbris-Niedersteinbach-Michelbach.

10. Hochwasser 1

Die asphaltierte und versiegelte Fläche wird zunehmen. Dadurch wird die Regenwasser-Versickerung vor Ort, die Grundwasserneubildung und die Bindung von Oberflächenwasser in der Humusschicht abnehmen. Ob die geplanten Kompensationsmaßnahmen wie Retentionsgräben zunehmend extreme Wetterlagen ausreichend ausgleichen können wird sich zeigen müssen.

11. Hochwasser 2

Im Bereich der Kläranlage muss zur Verbreiterung der Straße die Kahl verlegt werden. Auch wenn die Kahl an dieser Stelle zukünftig renaturiert werden soll, wird dadurch der engste Talquerschnitt zwischen der neuen St2305 und den Gleisen weiter verengt werden, was einen Rückstau Richtung Mömbris begünstigt.

12. Umleitung

Die Verbindung Mömbris-Alzenau wird während der Bauzeit teilweise und vollständig gesperrt sein. Der Verkehr muss dann über die Hohler Chaussee, Dörnsteinbach umgeleitet werden. Negative Folgen sind für die Siedlungsgebiete zu erwarten, die für den Ausweichverkehr nicht ausgelegt sind. Etliche Geschäfte werden während der Bauphase einen Großteil ihrer Kundschaft einbüßen.


Unterschreiben Sie die Petition: